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Taupunkt-Rechner (Luftfeuchtigkeit, Kondensation, Schimmel)

Temperatur + Luftfeuchte → Taupunkt, absolute Feuchte und Kondensationsrisiko an Fenster oder Wand.

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Prüfung der Oberfläche

Taupunkt nach Luftfeuchtigkeit

Bei der eingegebenen Temperatur, von 20 % bis 100 % relativer Luftfeuchtigkeit.

ℹ️ Magnus-Formel mit den Konstanten der DIN 4108-3 (über Wasser, für den Frostpunkt über Eis), Abweichung unter 0,2 °C gegenüber der Referenzformulierung ITS-90 (Hardy) zwischen −40 und 60 °C. 100 % lokal: Nichts verlässt Ihren Browser.

Taupunkt und Luftfeuchtigkeit berechnen

Der Taupunkt sagt, bei welcher Temperatur die Feuchtigkeit der Luft zu Wasser wird. Er ist die Schlüsselgröße für beschlagene Fenster, Schimmel an der Wand, schwitzende Kaltwasserleitungen oder eine Harzbeschichtung, die nicht haftet. Dieser Rechner liefert den Taupunkt (oder die relative Luftfeuchtigkeit, wenn Sie den Taupunkt kennen), den Frostpunkt unter 0 °C, die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³, das Mischungsverhältnis in g/kg und, wenn Sie eine Oberfläche messen, die Gefahr von Tauwasser und Schimmel.

  1. Luft messen

    Lesen Sie Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit an einem Thermo-Hygrometer ab, fern von Heizkörpern und anderen Wärmequellen. Wenn Sie den Taupunkt bereits kennen, wählen Sie den anderen Modus, um die relative Luftfeuchtigkeit zu erhalten.

  2. Oberfläche ergänzen (optional)

    Messen Sie die Temperatur der Fensterscheibe, der Wand, des Rohrs oder des zu streichenden Untergrunds mit einem Infrarot- oder Kontaktthermometer.

  3. Ergebnisse ablesen

    Taupunkt in großer Schrift, Taupunktabstand, Dampfdruck, absolute Luftfeuchtigkeit und Mischungsverhältnis. Die Oberflächenprüfung zeigt Tauwasser, Schimmelgefahr und ob gestrichen werden kann.

  4. Szenarien vergleichen

    Die Tabelle unter dem Ergebnis zeigt den Taupunkt von 20 bis 100 % Luftfeuchtigkeit bei der eingegebenen Temperatur: So sehen Sie sofort, wie stark die Luft trockener werden muss.

Die Magnus-Formel

Das Tool verwendet die Magnus-Formel mit den Konstanten der DIN 4108-3 (a = 17,62 und b = 243,12 °C über Wasser; a = 22,46 und b = 272,62 °C über Eis für den Frostpunkt). Im Vergleich zur Referenzformulierung ITS-90 nach Hardy weicht sie zwischen −40 und 60 °C um weniger als 0,2 °C ab.

  • Sättigungsdampfdruck: Es(T) = 6,112 × exp(17,62 × T / (243,12 + T)) in hPa, also 23,33 hPa bei 20 °C.
  • Dampfdruck: e = rF / 100 × Es(T), also 14,00 hPa bei 20 °C und 60 %.
  • Taupunkt: Td = 243,12 × ln(e / 6,112) / (17,62 − ln(e / 6,112)) = 12,0 °C.
  • Absolute Luftfeuchtigkeit: 216,68 × e / (T + 273,15) = 10,34 g Wasserdampf pro m³ Luft.
  • Mischungsverhältnis: 621,98 × e / (p − e) = 8,71 g Wasser pro kg trockener Luft bei 1013,25 hPa.
  • Feuchte an einer Oberfläche: e / Es(TOberfläche); bei 15 °C erreicht sie 82,2 %, also mehr als die Schimmelgrenze.

Taupunkttabelle

Lufttemperatur30 %40 %50 %60 %70 %80 %90 %
10 °C−6,8−3,00,02,64,86,78,4
15 °C−2,51,54,77,39,611,613,4
18 °C0,14,27,410,112,414,516,3
20 °C1,96,09,312,014,416,418,3
22 °C3,67,811,113,916,318,420,3
25 °C6,210,513,916,719,121,323,2
30 °C10,514,918,421,423,926,228,2

Taupunkt in °C nach Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit (Magnus-Formel, Konstanten nach DIN 4108-3).

Tauwasser, Schimmel und Anstrich: drei Grenzwerte, die Sie kennen sollten

  • Tauwasser: sobald die Oberfläche den Taupunkt erreicht oder unterschreitet. Bei Raumluft mit 20 °C und 60 % wird jede Oberfläche mit 12 °C oder weniger nass.
  • Schimmel: sobald die Feuchte an der Oberfläche dauerhaft 80 % erreicht (DIN 4108-2). Bei 20 °C genügt eine Oberfläche mit 15,4 °C bei 60 % Luftfeuchtigkeit oder mit 12,6 °C bei 50 %: Eine Wärmebrücke kann schimmeln, ohne dass je Wasser herunterläuft.
  • Anstrich und Beschichtungen: Der Untergrund muss mindestens 3 °C über dem Taupunkt liegen (ISO 8502-4). Wie viel Farbe Sie danach brauchen, zeigt unser Farbrechner für Wand und Decke.
40 bis 60 %
behagliche relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen
80 %
Oberflächenfeuchte, ab der Schimmel wächst
3 °C
Mindestabstand zum Taupunkt beim Streichen
9,3 °C
Taupunkt von Luft mit 20 °C und 50 %

Im Sommer beschreibt der Taupunkt auch, wie schwül es sich anfühlt: Ab 16 °C wirkt die Luft drückend, ab 21 °C wird sie belastend. Für die gefühlte Temperatur bei großer Hitze nutzen Sie unseren Hitzeindex-Rechner.

Unter 0 °C zeigt das Tool zusätzlich den Frostpunkt (Reifpunkt) an, berechnet über Eis: Bei dieser Temperatur bildet sich Reif. Für 0 °C und 80 % liegt der Taupunkt bei −3,0 °C und der Frostpunkt bei −2,7 °C.

Häufige Fragen

Was ist der Taupunkt?

Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die Luft ohne Änderung ihres Wasserdampfgehalts abkühlen muss, damit sie gesättigt ist (100 % relative Luftfeuchtigkeit). Darunter kondensiert der Dampf zu Tröpfchen: beschlagene Scheiben, Tau auf dem Rasen, Tropfen an einer kalten Dose. Bei 20 °C Raumluft und 50 % Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei 9,3 °C.

Wie berechnet man den Taupunkt?

Mit der Magnus-Formel: zuerst γ = ln(rF/100) + 17,62 × T / (243,12 + T), dann Td = 243,12 × γ / (17,62 − γ), mit T in °C. Für 20 °C und 60 %: γ = ln(0,6) + 1,3393 = 0,8285, also Td = 243,12 × 0,8285 / 16,79 = 12,0 °C. Der Rechner erledigt das sofort, auch in °F.

Warum beschlagen meine Fenster von innen?

Weil die Scheibe kälter ist als der Taupunkt der Raumluft. Bei 20 °C und 60 % Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei 12 °C: Eine Scheibe, deren Innenseite auf 10 °C abkühlt, beschlägt. Abhilfe schaffen weniger Feuchte (Stoßlüften, Lüftungsanlage, Dunstabzug, Wäsche draußen trocknen, Luftentfeuchter) oder eine wärmere Oberfläche (Zweifach- oder Dreifachverglasung, nachts keine dicken Vorhänge vor dem Fenster).

Ab welcher Luftfeuchtigkeit entsteht Schimmel?

Schimmel wächst, sobald die relative Feuchte an einer Oberfläche mehrere Tage lang bei etwa 80 % liegt, auch ohne sichtbares Tauwasser. Das ist das Kriterium der DIN 4108-2 für den Mindestwärmeschutz. Bei Raumluft mit 20 °C und 60 % wird diese Schwelle an jeder Oberfläche mit 15,4 °C oder weniger erreicht (12,6 °C bei 50 % Luftfeuchtigkeit).

Welchen Abstand zum Taupunkt braucht man zum Streichen oder Beschichten?

Die ISO 8502-4, die für Anstriche, Epoxidharze und Bodenbeschichtungen gilt, verlangt, dass der Untergrund mindestens 3 °C über dem Taupunkt liegt. Bei einem Taupunkt von 12 °C muss die Oberfläche also 15 °C oder wärmer sein; sonst verhindert ein unsichtbarer Wasserfilm die Haftung.